Context, really, is everything | Kontext, wahrhaftig, ist Alles

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Context, really, is everything

Most of us know a bit about ‘anchoring’ – even if we don’t appreciate it as such. It’s prevalent in supermarkets: we are offered food that’s ‘75% lean’, not ‘25% fat’. And it’s prevalent in the medical profession: we prefer to talk about survival rates rather than mortality rates. (This is true of both doctors and patients.) It ‘feels’ wholly sensible, even though from a pragmatic point of view a 30% chance of death is the same as a 70% chance of survival, or ‘75% lean’ is the same as ‘25% fat’. The order is important.



But our sequencing misunderstandings aren’t solely the domain of numbers and percentages – linguistic and conceptual presentations can have their inferences camouflaged by the quirks of ordering, e.g. If a monk asks of his superior, ‘Can I smoke while I’m praying?’, ‘No!’ would come the reply. ‘Praying is a time for focus and contemplation.’
However, if a monk asks of his superior, ‘Can I pray while I’m smoking?’, ‘Of course!’ would come the reply. ‘You can pray at any time – you will always be heard.’

Same question, different order.

Specifically happy, generally.


The ‘happiness with dating’ experiment conducted in 1988 by Strack, Martin and Schwartz illustrates the ‘same question, different order’ perfectly.
They asked only two questions. These were unrelated, and asked in the only two possible sequences. Oddly, the researchers recorded different results depending on the order in which they asked the questions.

– If asked to rate ‘happiness with life-as-a-whole’ before ‘happiness with dating’, there was no real link. You could be happy or sad, dating or not, and it wouldn’t relate in any meaningful way.
— But if the order was flipped and respondents were asked to rate ‘happiness with dating’ before ‘happiness with life-as-a-whole’ the link between the two was almost 3.5 times greater: being in a relationship made you more likely to be happy.

Obviously, in this case the order is important. Or perhaps, even stronger than that, the order is the outcome. But why?

‘Respondents were more likely to use information about their dating-life in evaluating the quality of their life-as-a-whole when this information was more accessible in memory, due to its use in answering the preceding question’, say Norbert Schwarz, Fritz Strack, and Hans-Peter Mai as derived from their analysis of question sequences.

The order in which you ask questions is vital. Context, really, is everything.



Kontext, wahrhaftig, ist Alles

Die meisten von uns wissen ein wenig über den ‚Ankereffekt – selbst, wenn wir diesen als solchen nicht erkennen. Er herrscht in Supermärkten vor: uns wird Essen angeboten, welches „75% mager“, nicht „25% fett“ ist. Und er tritt in medizinischen Berufen auf: wir bevorzugen es über Überlebensraten zu sprechen, statt über Sterberaten. (Dies trifft sowohl auf Ärzte als auch auf Patienten zu.) Es „fühlt“ sich sinnvoll an, jedoch aus einer pragmatischen Sichtweise heraus ist eine 30-prozentige Wahrscheinlichkeit zu Sterben genauso hoch wie eine 70-prozentige Wahrscheinlichkeit zu Überleben, und „75% Magerkeit“ entsprechen „25% Fettgehalt“. Die Reihenfolge ist hier wichtig.


Aber unser fälschliches Verständnis von Sequenzen ist nicht nur bei Zahlen und Prozenten anzutreffen – Schlussfolgerungen basierend auf linguistischen und konzeptuellen Präsentationen können durch die Eigenarten von Reihenfolgen auf ähnliche Weise verschleiert werden.

Wenn ein Mönch seinen Vorgesetzten fragt „Darf ich während des Gebets rauchen?“, würde ihm ein „Nein“ als konkrete Antwort entgegnet. „Beten dient dem Fokus und Nachdenken.“

Indes, würde der Mönch seinen Vorgesetzten fragen, „Darf ich während des Rauchens beten?“, würde ihm ein zustimmendes „Selbstverständlich!“ entgegnet. „Du darfst zu jeder Zeit beten – und wirst immer gehört werden.“

Gleiche Frage, andere Reihenfolge.

Im Besonderen glücklich, gemeinhin.


Das Experiment “Glücklich in der Beziehung”, durchgeführt im Jahr 1988 durch Strack, Martin, und Schwarz, illustriert das Phänomen “Gleiche Frage, andere Reihenfolge“ in bester Weise.

Die Forscher stellten nur zwei Fragen. Diese hatten keinen Bezug aufeinander, und wurden nur in den beiden möglichen Reihenfolgen gestellt. Sonderbarerweise beobachteten die Forscher unterschiedliche Ergebnisse, welche abhängig von der Reihenfolge der Fragen waren.

Wurden Partizipanten gefragt, ihre allgemeine Lebenszufriedenheit anzugeben, bevor diese anschließend ihre Zufriedenheit mit ihrer Partnerschaft angeben sollten, so wurde kein direkter Zusammenhang gefunden. Man könne glücklich oder traurig, in einer Beziehung oder allein sein, und es würde in keiner bedeutenswerten Relation erscheinen.

Wurde die Reihenfolge allerdings umgedreht, so dass Befragte zuerst ihre Zufriedenheit mit ihrer Partnerschaft angaben, und anschließend ihre allgemeine Lebenszufriedenheit bewerteten, so war der Link zwischen diesen beiden Angaben plötzlich 3.5 mal größer: in einer Beziehung zu sein erhöhte die Wahrscheinlichkeit, dass Partizipanten glücklich waren.

Offensichtlich ist die Reihenfolge in diesem Fall wichtig. Oder vielleicht, viel deutlicher noch, ist die Reihenfolge das Resultat. Aber warum?

“Befragte neigten eher dazu, Informationen über ihr Beziehungsleben bei der Bewertung ihrer generellen Lebenszufriedenheit miteinzubeziehen, wenn die Information durch die Beantwortung der vorhergehenden Frage im Gedächtnis zugänglicher war“ , folgerten Norbert Schwarz, Fritz Strack, und Hans-Peter Mai nach der Analyse der Reihenfolge der Fragen.

Die Reihenfolge, in welcher Sie Fragen stellen, ist entscheidend. Kontext, wahrhaftig, ist Alles.

• For German enquiries please speak with Lina Skora
• For English enquiries please speak with Oliver Payne

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